Sonntag, 4. Mai 2014

Tanzdemo zum 8.Mai


Anlässlich des Tages der Befreiung, dem 8.Mai wird es auch bei uns in München eine Demo geben. Hier der Aufruf der Veranstalter*innen:

Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Truppen eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, der 2.Weltkrieg und die Shoah. damit eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. In diesem von Deutschland ausgelösten Krieg, fanden insgesamt viele Millionen Menschen den Tod. In den deutschen Vernichtungslagern wie Auschwitz aber auch in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten, kam es zum systematischen Massenmord an über unzähligen Menschen, darunter vornehmlich Jüdinnen und Juden aber auch Kommunist_Innen, Anarchist_innen, Sozialdemokrat_Innen, Homosexuelle, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung und alle anderen Menschen, die nicht in das zutiefst menschenverachtende, antisemitische und rassistische Weltbild der Nazis passten oder nicht passen wollten. Obwohl der 8. Mai und damit der Untergang des Nationalsozialismus und das Ende des bis dahin beispiellosen Verbrechens gegen die Menschheit, einen der wichtigsten Tage der Geschichte des europäischen Kontinents darstellt und daher in den meisten europäischen Ländern auch ein Feiertag ist, sucht mensch danach in Deutschland vergeblich. Begründet wurde das in der Vergangenheit oft damit, dass man an einem Tag an dem ein jahrelanges Morden mit vielen Toten zu Ende war, nicht feiert. Diese Darstellung, die einen toten deutschen Soldaten und einen im KZ ermordeten Menschen in eine Reihe stellt, treibt den deutschen Opfermythos auf die Spitze: Mörderische Soldaten, ebenso mörderische Schreibtischtäter und eine Zivilbevölkerung, die dieses mörderische System an die Macht gebracht und unterstützt hat, werden auf einmal zu den armen Opfern eines etwas größenwahnsinnig gewordenen Adolf Hitlers.Gerade in der jüngeren Geschichte, in der Zeitzeugen, die über die Greueltaten der Nazis berichten können, immer rarer werden, verfestigen sich solche Denkformen und werden uns als wahre Geschichte verkauft. Das Sahnehäubchen dabei ist die hiesige Selbst- und (leider auch teilweise) Außenwahrnehmung bei dieser Geschichtsklitterung: Weltweit feiert sich Deutschland als Aufarbeitungsweltmeister, der, Dank seiner Beschäftigung und Einsicht in seine historischen "Fehler", mit einer noch größeren Moral über das politische Weltgeschehen urteilen kann. Eine Folge daraus ist der in letzter Zeit vermehrt geäußerte Wunsch der deutschen Regierung, wieder eine Führungsrolle in Europa zu bekleiden.
Diesem zutiefst geschichtsrevisionistischen Denken gilt es entgegenzutreten ! Kommt daher am 8.Mai zum Stachus und feiert mit uns den Tag der Befreiung, ihr wist ja: Wer nicht feiert, hat verloren !

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