Dienstag, 25. Februar 2014

Zum deutschen Opfermythos

Nichts scheint die Deutschen mehr zu treffen, als den deutschen Opfermythos anzugreifen. #bombergate zeigt das mal wieder mehr als deutlich.

Wir?
Täter?
Niemals!

Wir gedenken mit Menschenketten zusammen mit organisierten Neonazis den deutschen Opfern der alliierten Bomberangriffe auf deutsche Städte. Kriegsverbrechen... Furchtbar... Wir hatten damit doch nichts zu tun... Die ganzen unschuldigen deutschen Opfer...

Geschichtsrevisionismus, hallo!

Deswegen sei hier ein Beitrag des damaligen Dresdner Bürgermeistersin der Sächsischen Volkszeitung vom vom 13. Februar 1946 dokumentiert:

"Besonders schlimm sind Katastrophen, die vermeidbar gewesen wären. Aber nichts in der Geschichte unserer Stadt ist vergleichbar mit der Nacht vom 13. bis 14. Februar 1945. Zum Vermeidbaren kommt noch die Tatsache der bewusst von den faschistischen Verbrechern provozierten Zerstörung Dresdens." Und Weidauer schloss seinen Artikel mit einem Schuldvorwurf an das deutsche Volk: "Mit Schmerz und Trauer gedenken wir heute der Opfer. Mit doppeltem Schmerz, weil ihr Opfer sinnlos war, und - sprechen wir es offen aus - weil die politische Schwäche des deutschen Volks mit Schuld trägt an diesem Krieg, den wir hätten verhindern können, wenn wir dem Beispiel der Hundertausenden gefolgt wären, die Not und Tod auf sich nahmen, die in die Zuchthäuser und Konzentrationslager wanderten, weil sie gegen Hitler und den Krieg aktiv kämpften."
In diesem Sinne: Sehnt ihr euch weiter nach dem Deutschland, das es ohne die alliierten Bombenangriffe gegeben hätte. Wir dagegen sehnen uns nach:

Nie wieder Deutschland!

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