Dienstag, 30. April 2013

Aufruf zum 1.Mai



Gegen Lohnarbeit und Arbeitsfetischismus – Her mit dem schönen Leben !

Vor genau 127 Jahren wurde in Chicago der „erste“ 1. Mai begangen. Schnell breitete sich der Tag als „Kampftag der Arbeiter_Innenbewegung“ auf der ganzen Welt aus und hat sich bis heute gehalten, ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag.  Doch, wie wird dieser Tag begangen, der den Anspruch hat, für die Arbeiter_Innen dieser Welt zu kämpfen? Die offizielle Bezeichnung des Tages in Deutschland gibt einen ersten Aufschluss: „Tag der Arbeit“. Liest man weiter in diversen Aufrufen von Gewerkschaften und co., steht eine Phrase immer im Vordergrund, die „Gute Arbeit“. Diese wieder und wieder zu findende Metapher erzeugt ein Idealbild der Arbeit: Zu ihr geht mensch gerne hin, ist fleißig und tüchtig und wird am Ende des Tages auch noch einigermaßen gut bezahlt. Hierdurch entsteht ein regelrechter Arbeitsfetischismus, der die Arbeitsverhältnisse zu mehr verklären als sie eigentlich sind: Ein Mittel zum Zweck.                                                                                                                         
Gehen wir nämlich wirklich in die Arbeit, weil wir unser Fließband, unseren Computer oder unser Büro so gern mögen ? Stellen wir so gerne unsere eigenen Bedürfnisse hinten an, um die eine Akte noch schnell fertig zu machen oder eben noch ein paar Teile eines Autos zu montieren ? Wir tun es nicht.           
Der einzige Grund, warum wir der Lohnarbeit nachgehen, ist und bleibt der Lohn. Ohne ihn hätten wir Schwierigkeiten, uns elementare Dinge wie Essen, Kleidung und Wohnung zu kaufen. Für ihn müssen wir uns selbst jeden Tag verkaufen, werden die „menschlichen Ressourcen“ im Kapitalismus, der durch seine ausbeuterische Profitlogik all das möglich macht.
 Es reicht daher nicht, am „Kampftag der Arbeiter_innenbewegung“ nur schlechte Löhne und das Rentensystem anzuprangern. Es ist der Kapitalismus mit seinen Mechanismen wie der Lohnarbeit der uns im Weg steht zu einem selbstbestimmten Leben ohne Armut, Unterdrückung und Ausbeutung – Machen wir ihn kaputt !

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