Sonntag, 19. August 2012

No ♥ for a deutschland




München | 03.10.2012



Am 2. und 3. Ok­to­ber fin­den in Mün­chen die all­jähr­li­chen Fei­er­lich­kei­ten zum Tag der deut­schen Ein­heit statt. Deutsch­land hat dabei of­fen­sicht­lich allen Grund wie­der stolz auf sich zu sein. Auf dem Welt­markt prä­sen­tiert sich der Ex­port­cham­pi­on als Kri­sen­ge­win­ner und zwingt Län­der wie Grie­chen­land zu um­fas­sen­den Kür­zun­gen und Pri­va­ti­sie­rungs-​pro­gram­men.
Selbst­be­wusst und mit der mo­ra­li­schen Über­le­gen­heit des ge­läu­ter­ten Auf­ar­bei­tungs­welt­meis­ters führt Deutsch­land Krieg und kann die mi­li­tä­ri­sche Ab­si­che­rung wirt­schaft­li­cher und macht­po­li­ti­scher In­ter­es­sen sogar treff­lich durch sei­nen „schmerz­haf­ten und ehr­li­chen“ Um­gang mit der ei­ge­nen Ge­schich­te, den so­ge­nann­ten zwölf dunk­len Jah­ren, le­gi­ti­mie­ren. Deutsch­land schiebt ab, sor­tiert in Nütz­lin­ge und Über­flüs­si­ge und kann die be­ste­hen­den Res­sen­ti­ments, die in der Mitte sei­ner Ge­sell­schaft gras­sie­ren, treff­lich einem so ge­nann­ten Ex­tre­mis­mus un­ter­schie­ben.
Wenn sich das gute Deutsch­land am 2. und 3. Ok­to­ber die­sen Jah­res fei­ern lässt, wer­den wir für die Dis­so­nan­zen im Lob­lied auf den glo­ba­len Frie­dens­stif­ter sor­gen. Denn Deutsch­land, genau wie jede Par­tei­lich­keit mit dem ei­ge­nen na­tio­na­len Kol­lek­tiv und be­reits das Kon­zept der Na­ti­on an sich, sind und blei­ben schei­ße und wi­der­spre­chen ab­so­lut un­se­rer Vor­stel­lung eines schö­nen Le­bens.
Jede Feier in Schwarz, Rot und Gold ist ein An­griff auf den guten Ge­schmack. Wir laden alle denen das dumm­deut­sche Selbst­ge­feie­re auf den Geist geht zur lust­vol­len Nest­be­schmut­zung am 3. Ok­to­ber in Mün­chen ein.

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